OpenUp Cherry RS 6000 USB ON

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OpenUp Cherry RS 6000 USB ON

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Cherry RS 6000 USB ON

Kleines Missgeschick, viel Arbeit … Dummerweise schüttete ich ein Glas Saft über die Tastatur.

Ich wollte die Tastatur zwar generell mal reinigen, aber wie das so ist findet man dafür nie die Zeit und es muss erst was passieren um sich dann doch an die Arbeit zu machen.

Dabei musste ich meine Cherry RS 6000 USB ON zerlegen und dabei habe ich gleich mal ein paar Fotos für Euch gemacht, wie diese Tastatur (aktuell kostet sie um die 12 EUR) von Innen aussieht.

Bei meinem allerersten PC (es war ein 386er) hatte ich schon eine Cherry-Tastatur und ich schwöre auf diese. Diese Tastaturen sind einfach aufgebaut und wenn man sie nicht gerade zum Tennis spielen verwendet, halten sie ewig.

Leider habe ich meine allererste mechanische Cherry nicht mehr, aber selbst diese günstige Version mit Gummimatten-Technik läuft hier im täglichen 8-10 Stunden Betrieb seit fast einem Jahrzehnt immer noch zuverlässig und die Beschriftung der Tasten ist immer noch einwandfrei zu lesen. Den Tastenanschlag  bezeichne ich noch immer als sehr fest und präzise und die Tasten wackeln auch nicht.

Cherry-Taste

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Wie man auf dem Bild erkennen kann, sind die Tasten ohne Federn oder sonstiges nur aufzustecken.

Zuerst dachte ich, es reicht, alle Tasten zu entfernen, sie in eine Schüssel mit Wasser und Handseife zu werfen und sie zu reinigen. Auch die Platte, auf der die Tasten aufgesteckt sind wurde gründlich gereinigt.

Nachdem die Tasten dann trocken waren und ich alles wieder aufgesteckt hatte, lief sie nicht wie erwartet. Beispielsweise brachte ein Druck auf die Taste „A“ ein „A“ und ein Return.
Also ist der Orangensaft doch in die Elektronik gelaufen.
Mist. Also Tastatur rumdrehen und aufschrauben.

Zum Vorschein kam das Gummimattenlayout samt Folienplatine, so wie ein IC in der Größe einer Briefmarke, der den/die Tastendruck(e) an den Computer übermittelt.

Holtek HTK82K95A USB-Controller

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Als erstes liegt eine Folie auf der darauf folgenden Gummimatte um grob vor Staub zu schützen.

Folie

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Das ist die Gummimatte, die dann als nächstes folgt und dafür zuständig ist, dass der Tastendruck an die Platine weitergegeben wird.

Gummimatte

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Das ist die Folienplatine. Zumindest die obere. Fragt mich nicht wie, aber die Flüssigkeit lief noch tiefer, da …

Cherry Folienlayer

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… die Folienplatinen hier aus drei Schichten bestehen.

Cherry Folienlayer

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Erst danach funktionierte sie wieder einwandfrei und gut gereinigt hoffe ich auf ein weiteres Jahrzehnt. 🙂

Cherry gereinigt und zusammengebaut

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Wie Ihr seht, handelt es sich hier lediglich um eine Ansammlung von einfachen Schaltern, die durch einen Tastendruck geschlossen werden und ein Signal an den Controller-IC senden.
So was kann man beispielsweise auch selbst bauen, in dem man als Controller beispielsweise einen Arduino verwendet und sich eine eigene Tastenmatrix aufbaut.

Ich habe von einer zerlegten elektrischen Schreibmaschine noch eine Tastatur übrig. Leider fehlt mir im Moment etwas die Zeit, aber in einem Update dieses OpenUps werden wir diese später mit einem Arduino als Tastaturtreiber wieder zum Laufen bringen.

 

 


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